Erfüllende Kommunikation

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Gewaltfreie Kommunikation

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Gewaltfreie Kommunikation ist eine Kommunikationsmethode und eine Haltung. Im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit stehen hier lebensbereichernde Bedürfnisse - unsere wertvollen und kostbaren Anliegen!

Es geht darum, so miteinander umzugehen, dass Gefühle und Bedürfnisse Raum haben - für mehr Verbindung, Verstehen und Wohlwollen.

Unsere Alltagssprache spricht wenig lebensbereichernden Bedürfnisse an. Stattessen enthält sie sehr viel sprachliche Zutaten für innere wie äußere Konflikte. Werden Bedürfnisse nicht genügend gehört oder erfüllt kommt es schnell zu Unzufriedenheiten und Konflikten. Im Alltag bewegen wir uns meist auf der Ebene der Strategien, über die wir schnell ins Streiten kommen darüber wer mehr Recht hat. Stehen im Zentrum unserer Aufmerksamkeit jedoch Bedürfnisse, erleben wir, dass von dieser Ebene aus ganz neue Lösungen und Sichtweisen gefunden werden können.

GFK versteht sich nicht als Technik andere Menschen zu manipulieren oder unter Druck zu setzen, um sie zu einem bestimmten Handeln zu bewegen. Sie setzt darauf einander zu berühren, um aus freiem Willen heraus zur Erfüllung von Bedürfnissen beizutragen.
 

Er stand gerade ganz oben auf der Stahltreppe mit seinen Freunden und wollte die Wasserrutsche hinunter rasen, als da zum zweiten Mal der eineinhalb Kopf größere und sehr kräftige Junge hinter ihm auftauchte. Der hatte sich noch 5 Minuten vorher grob und lautstark vorgedrängelt mit seinen Kumpels. Ihm  wurde mulmig und er war auch empört. `Wenn ich dem jetzt protzig komme, dann schmeißt der mich vielleicht die Stahltreppe runter, größer und stärker  ist der ja. Aber ich will hier auch meinen Spaß haben!´ dachte er sich. Es ging alles sehr schnell und die Worte flossen schon aus seinem Mund: „Hey, warte, erst rutschen wir!“.  Der große Junge machte sich noch etwas größer und schaute grimmig von oben auf ihn runter  „Willste Ärger?“ Da stand er. Was jetzt? Aber er war miteinmal ganz ruhig. Er spürte eine große Kraft und viel Klarheit in ihm aufsteigen. Er schaute dem großen Jungen direkt in die Augen und sagt: „Nee, Ärger will ich nicht, aber Sicherheit brauche ich. Also … wartest du bitte, bis wir gerutscht sind?“ Der große Junge schaute ihn an: „Äh, klar!“  Weist du Mama, während ich in die Augen des Jungen geschaut habe – da habe ich gesehen, dass sie eigentlich ganz liebevoll waren. Der war gar nicht so grob, wie er tat.   (Erlebnis eines 11 jährigen Jungen)

 

Als hilfreiche Mittel der GFK hat  Marshall Rosenberg "4 Schritte" entwickelt.

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"Sei der Wandel, den Du in der Welt sehen möchtest."
Mahatma Gandhi